Wild Rose

FSK 12 101 min

Produktion: GB 2019

Regie: Tom Harper

Darsteller: Jessie Buckley, Matt Costello, Jane Patterson

Rose-Lynn Harlan (Jessie Buckley) kommt frei und steckt fest. Zwölf Monate hatte die junge Frau aus Glasgow wegen Drogenschmuggel im Knast gesessen. Gerade wieder draußen, ist ihr Job als Country-Sängerin im Musikschuppen „Grand Ole Opry“ weg. Der Manager will keinen Ex-Knacki. Der Hinweis, dass Johnny Cash ebenfalls mal eingefahren ist, verfängt wenig. Das Verhältnis zu ihrer Mutter Marion (Julie Walters) ist nicht das beste. Marion hat sich um Rose-Lynns zwei Kinder gekümmert. Jetzt soll die Tochter Verantwortung übernehmen. Die sperrige und mitunter gnadenlos ehrliche Frau träumt aber nur von Nashville und ihrem Durchbruch als Star. Der Job als Putzfrau ist also nur vorübergehend, bietet aber Chancen: Denn die reiche Susannah (Sophie Okonedo), bei der Rose-Lynn putzt, entdeckt ihr Talent. Regisseur Tom Harper macht es seiner wilden Rose freilich nicht so einfach, auf der Bühne aufzublühen. Das Drehbuch des Country-Dramas WILD ROSE kennt mehr als ein Hindernis oder eine überraschende Wendung. Das unterscheidet sich auf unkonventionelle Weise von den klassischen „A Star is born“-Geschichten. Harper zeigt seine Heldin als Frau mit Ecken und Kanten und dem Tattoo „Drei Akkorde und die Wahrheit“ (das Credo des Country-Stars Harlan Howard) auf dem Arm. Jessie Buckley (TSCHERNOBYL) zeigt eine raue Oberfläche, auf das man sich an ihr wunderbar reibt. Julie Waters kann mehr als eine nette Oma sein. Das bietet reichlich Stoff für eine Ballade. Rose interpretiert dabei Transsexualität so: Sie sei eine Frau aus Nashville, gefangen im Körper einer Schottin. Der Soundtrack bringt die Faszination des Genres sinnverstehend vor Ohren. Der Hit „There is no place like home“ hat Motivcharakter.

Verfügbare Formate:
2D Deutsch
2D OmU
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