Aquarela

FSK 6 90 min

Produktion: GB/DE/DK/USA 2018

Regie: Viktor Kosakovskiy

Wasser ist ziemlich gewöhnlich. Es fließt aus dem Hahn. Wasser ist elementar. Es ist der Stoff, der Leben erst ermöglicht. Wasser ist spektakulär. Als Urgewalt feiert der Dokumentarfilmer Victor Kossakovsky den Grundstoff allen Seins. Sein Film AQUARELA, aufgenommen mit 96 Bildern pro Sekunde (handelsüblich sind 24 Bilder), gewinnt mit kristallener Klarheit Bildkraft. Nie hat man die Verbindung von zwei Teilen Wasserstoff und einem Teil Sauerstoff so eindrucksvoll gesehen. Eine Geschichte gibt es nicht, gleichwohl strukturiert sich AQUARELA in gewisser Weise über die Aggregatzustände: das glitzernde Eis auf dem Baikalsee, die tosenden Wellen auf dem Atlantik, der peitschende Regen bei einem Sturm in Miami oder der Regenbogenfilm über dem tiefsten Wasserfall der Welt in Venezuela. Die Szenen sprechen für sich: Sie lassen die Macht des Wassers spüren. Unmöglichkeit, es zu bändigen, und zugleich des Schutzes bedürfend. Kossakovsky filmte während des Wirbelsturms Irma, schaute zu wie Russen ein Auto aus dem eisigen Gefängnis bargen und stellte in Grönland seine Kamera auf. Diesen Bilderreigen, der zum Eintauchen, Sich-Versenken verführt, unterlegte der Regisseur allein mit den natürlichen Geräuschen des Wassers. Meistens jedenfalls: Die Band „Apocalyptica“ unterspült die Aufnahmen ab und an mit rauen Celloklängen.

Verfügbare Formate:
2D Deutsch

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Heute noch im Programm