Supernova

FSK 12 96 min Drama

Produktion: Großbritannien 2020

Verleih: Weltkino

Darsteller: Colin Firth, Stanley Tucci, Sarah Woodward

Regie: Harry Macqueen

Sams und Tuskers Liebe steht nach zwanzig gemeinsamen Jahren auf dem Prüfstand: Tusker erkrankt an Demenz.

Am Ende von Harry Macqueens Drama SUPERNOVA spielt Colin Firth auf dem Klavier Edgar Elgars „Salut d’amour“. Das sei hier bereits am Anfang erwähnt, weil der gesamte Film ein Gruß an die Liebe ist. Die beiden älteren Männer, der Konzertpianist Sam (Colin Firth) und der Schriftsteller Tusker (Stanley Tucci), sind seit 20 Jahren ein Paar. Wie viel Zeit ihnen noch bleibt, das mitunter extrem schmale Bett zu teilen, ist ungewiss. Tusker leidet an einer Frühform von Demenz. Wie schlimm es ist, kann er selbst nicht mehr sagen. Er muss seinen Partner fragen. Weil er vergisst, was er vergessen hat. Mit ihrem Wohnmobil reisen sie durch England. Sie treffen Freunde und Familie, fahren an den Ort im Norden, an dem sie sich kennengelernt haben. Sam wünscht sich, dass der Urlaub nie zu Ende geht. Doch auch Donovans „Catch The Wind“ ist ein Stück auf dem Soundtrack dieses zarten, bitteren Roadmovies.
Es stehen natürlich noch mehr Namen auf der Cast-Liste von SUPERNOVA als die von Colin Firth und Stanley Tucci. Und doch: Harry Macqueens (Regie & Drehbuch) Liebesfilm gehört ganz allein den beiden Hauptdarstellern. Ihre Vertrautheit, das sich gegenseitige Aufziehen, die intimen Momente, wenn Tusker seinem Partner die Sterne zeigt, und selbst ihr Streiten (und sie streiten heftig) lassen vor allem eins verstehen: Tusker und Sam gehören zusammen. Firth und Tucci leben das unmittelbar vor der Kamera aus. Das Motiv des Reisens erlaubt die Begegnung mit der Vergangenheit. Unterwegs lässt sich zugleich die Schönheit der herbstlich angehauchten Landschaft vor Augen zu führen. Die Wahl der Jahreszeit ist vielleicht kein Zufall.

Verfügbare Formate:
2D
OmU

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