Watching People Watching Birds

Vögel sieht man nun auch: die Wüstenmöwe überm Ruhrgebiet oder die Kalifornische Grundammer. Duisburg kommt ebenfalls vor. Der Blick auf das Thyssen-Krupp-Werk im Norden der Stadt ist unverkennbar. Zumeist aber schauen Ulrike Franke und Michael Loeken in ihrem Dokumentarfilm WATCHING PEOPLE WATCHING BIRDS auf Menschen, die auf Vögel schauen. "Birder" heißen die Beobachter in England, wo die Hobby-Ornithologie sehr beliebt ist. Mit Fernglas oder Fernrohr schauen sie nicht nur auf der Insel in den Himmel oder die Bäume. Sie wollen erspähen, was fliegt oder nistet. Einer dieser Schauenden ist der amerikanische Starautor Jonathan Franzen. Er hat eine Vorliebe für die Goldammer. Die Doku stellt die Schauenden als Menschen vor, die der Natur auf besondere Weise verbunden sind. Und sie wissen mehr: Sie berichten, dass die Artenvielfalt zurückgeht. Eines Kommentars braucht es dabei nicht. Die Bilder und die „Birder“ sprechen für sich. Das fasziniert. Die Wirkung ist sofort spürbar: Erst sieht man die Vogelgucker mit anderen Augen und dann beginnt man selbst, Ausschau nach Amsel, Drossel, Fink und Star zu halten. In der Reihe "Das Filmgespräch" mit einer vertiefenden Diskussion nach der Projektion.

Dokumentarfilm, Deutschland 2026; Regie: Ulrike Franke und Michael Loeken

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Ab 0 Jahren  |  92 Minuten

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