NAZA

Das Töten wird zum Bürojob. Eine Soldatin der israelischen Armee beschreibt so ihren Dienst. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Drohnen nimmt ihre Einheit Hamas-Kämpfer ins Visier. Dass dabei auch Zivilpersonen ums Leben kommen, nehmen die Militärs bewusst in Kauf. Das passende Kürzel dazu lautet NAZA. Die NAZA-Zahl sagt aus, wie viele nicht beteiligte Menschen bei einem Angriff voraussichtlich getötet werden. Bis zu einer Naza-Zahl von 20 braucht es keine weitere Genehmigung. Einmal habe es eine Zusage für 500 Todesopfer bei dem Angriff auf eine Zielperson gegeben. Das ist nur ein Detail aus der Dokumentation NAZA von Yuval Abraham und Rachel Szor. 24 Mitglieder der israelischen Streitkräfte haben sie interviewt. Sie sind im Bild nur als Silhouetten zu sehen. Denn ihre Aussagen zum ferngesteuerten Krieg haben enorme Sprengkraft. Beim Filmfest in Venedig gewann die investigative Dokumentation den Sonderpreis der Jury. Rachel Szor und Yuval Abraham, ausgezeichnet mit dem Oscar für NO OTHER LAND, haben mit der hochaktuellen Produktion für den britischen Guardian eine weltweite Diskussion ausgelöst. Die Militärs in Israel widersprachen einigen Aussagen. Die Filmemacher und der Guardian verwiesen auf ihre sorgfältigen Recherchen. Die großen internationalen Medien wie die New York Times, die BBC, Der Spiegel oder Die Zeit nahmen sich des Themas an. NAZA gehört ohne Frage zu den unbequemsten und wichtigsten Filmen des Jahres.

Wir zeigen die Originalversion mit deutschen Untertiteln!

Dokumentarfilm; Großbritannien 2026; Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor

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Ab 12 Jahren  |  80 Minuten

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