Nachbeben

In einer Stroke Unit ist Eile das Alltagstempo, denn bei einem Schlaganfall kommt es auf Minuten an. Die Neurologin Alexandra (Özlem Saglanmak) stemmt sich routiniert auf der unterbesetzten Station eines dänischen Krankenhauses gegen das Tosen. Eine Kollegin bittet um ihre Einschätzung. Seine Mutter Camilla (Trine Dyrholm) hat ihn ins Krankenhaus gebracht. Alex schickt ihn nach Hause. Plötzlich bricht der Patient zusammen. Alex’ Vorgesetzte und die Ärztin selbst fragen sich: Haben wir einen Fehler gemacht?

Zinnini Elkingtons vielfach preisgekröntes Krankenhaus-Drama NACHBEBEN aus Dänemark verdichtet mit einem nahezu dokumentarischen Blick die reale Überforderung von medizinischem Personal zu einem fiktiven "Fall". Der dänischen Regisseurin und Autorin geht es nicht um Schuldzuweisungen. Sie sieht Alex als "Second Victim", als Opfer des Systems. Inspiriert von den Erfahrungen ihrer Schwester, die als Ärztin arbeitet, drehte die Regiedebütantin auf der Station eines realen Krankenhauses. Gleich zum Einstieg lässt sie spüren, was hier Tag für Tag abgeht: Eine 15-minütige Plansequenz ohne Schnitt saugt einen mitten ins Geschehen. Wir zeigen den Film in Kooperation mit dem Palliativ-Pflegedienst "medidoc".

Dänemark 2025, Regie: Zinnini Elkington, Darsteller: Trine Dyrholm, Mathilde Arcel, Özlem Saglanmak u.a.

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Ab 12 Jahren  |  92 Minuten

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