Les Misérables

Wer mag, kann nachzählen, wie oft Victor Hugos Meisterwerk Les Misérables bereits fürs Theater, die Musical-Bühne oder die Leinwand adaptiert wurde. In diesem Jahr nahm sich bereits Éric Besnard die Vorgeschichte, also die Bekehrung des Diebes Valjean, vor. Aber das macht eben ein großes Werk aus. Es ist irgendwie nie zu Ende erzählt oder verfilmt. Bei einem Buch mit 1800 Seiten liegt das durchaus nahe. Regisseur und Drehbuchautor Fred Cavayé hat bei seiner Verfilmung neue Seiten des Klassikers entdeckt. Seine Variation von LES MISÉRABLES nimmt die Hauptfiguren und ihre Geschichte mehr in den Blick. Sein Javert (Tahar Rahim) ist zum Beispiel mehr als nur ein Verfolgungswahnsinniger. Er gibt der Handlung zudem eine neue Dynamik. Fred Cavayé weitet die Genregrenzen eines klassischen Melodrams um die Motive des Spannungs- und Actionkinos. Seine Szenen sind von optischer Opulenz, weil es die Vorlage so verlangt, wie der Regisseur befand. Ihr will er so nah wie möglich kommen. Das Revolutions-Drama um Jean Valjean, Cosette, Fantine und Inspektor Javert rollt mit all seinen Höhen und Tiefen als großes Spiel vor dem Blick des Publikums ab.

Französische Filmwoche - Wir zeigen die französische Originalversion mit deutschen Untertiteln!

Drama; Frankreich 2026; Regie: Fred Cavayé; Darsteller: Vincent Lindon, Tahar Rahim, Camille Cottin u.a.

 

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FSK ?  |  176 Minuten

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