La Bola negra

Es beginnt mit einem Schlag. Im Jahr 1937 wartet Sebastián (Guitarricadelafuente) gemeinsam mit den Menschen in einem spanischen Dorf voller Vorfreude auf die italienische Armee. Sie kommen, um Franco zu unterstützen. Was niemand ahnen kann: Die vermeintlichen Befreier zerstören das Dorf. Sebastián kämpft dennoch für Franco. Sein Einsatzort: Er soll den verwundeten Gefangenen Rafael (Miguel Bernardeau) bewachen. Leichter gesagt als getan, denn Sebastián verliebt sich in den Fußballer von Atlético Madrid. Fünf Jahre zuvor erlebt der junge Mann Carlos (Milo Quifes) eine bittere Demütigung. Er will in einen Geheimbund aufgenommen werden. Bei der Abstimmung rollen weiße Kugeln für Ja und schwarze für Nein. Es geht das Gerücht, dass Carlos homosexuell sei. Da sehen die Geheimbündler schwarz. Im Jahr 2017 vertreibt sich der gescheiterte Autor Alberto (Carlos González) mit Grindr-Dates die Zeit und forscht zur Musik der 1920er Jahre. Sein eher sinnloses Sein gewinnt eine neue Dimension, als ihn sein francophiler Großvater überraschend als Erbe einsetzt.

Das Regie-Duo Javier Calvo und Javier Ambrossi wagt sich mit dem Melodram LA BOLA NEGRA, das an einen nie veröffentlichten Text von Federico García Lorca angelehnt ist, weit nach vorn. Sie gewannen noch mehr: den Regiepreis beim Filmfest in Cannes (und 20 Minuten stehende Ovationen), die Publikumspreise bei den Festivals in Sydney, San Sebastian und Toronto und einen Filmstart in 400 spanischen Kinos. Wie sicherte sich das Episodendrama diese hohe Gunst beim Publikum? Es sind die opulenten Bilder, die Lust am großen Gefühl und die Kunst, die Zeitebenen kongenial zu verschränken. Nicht zuletzt trifft ihr Film den Nerv der Zeit. Denn auch die Regisseure folgen dem Faulkner-Wort: Das Vergangene ist längst nicht vergangen. Gut zu wissen: Pedro Almodóvar hat den Film produziert. Penélope Cruz hat einen Auftritt als blonde Nachtklubsängerin und Glenn Close als Literaturwissenschaftlerin.

Weitere Termine im Dezember.

Drama; Spanien 2026; Regie: Javier Calvo, Javier Ambrossi; Darsteller: Guitarricadelafuente, Miguel Bernardeau, Carlos González u.a.

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Ab 12 Jahren  |  160 Minuten

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