Junkies of Dreaming - Mahler 3 Currentzis
Der 1972 geborene Komponist und Dirigent Teodor Currentzis beschreibt sich selbst als traumsüchtig. Wenn er auf seiner schwarzen Couch Musik hört und seine Hände ein unsichtbares Orchester anführen, dann wirkt er wie in einer eigenen Welt. Hellwach zeigt er sich dann aber am Podium im Konzertsaal des Funkhaus Berlin. Mit klaren Ansagen probt er mit dem von ihm gegründeten Festivalorchester Utopia, Mahlers 3. Symphonie. Das 1902 in Krefeld uraufgeführte Werk gilt als eines der meist gespielten Werke des Komponisten. Der Filmemacher Jan Schmidt-Garre setzt in ein außergewöhnliches Licht, wie sich Currentzis allein auf der Couch und im Probensaal gemeinsam mit dem Ensemble die Symphonie erschließt. Das große Werk verdient das volle Format. Der Regisseur, der selbst Opern inszenierte und Unterricht im Dirigieren nahm, filmte seine Musik-Doku JUNKIES OF DREAMING - MAHLER 3 CURRENTZIS in Cinemascope. Die visuelle Umsetzung hält damit der Größe des Werks stand. Man erkennt, wie viel Detailarbeit vor einer Aufführung zu leisten ist. Zugleich sagt der Grieche Currentzis ebenfalls: "Das innere Kind bestimmt das Spiel."
Noch ein kulturübergreifender Programmhinweis: Die Duisburger Philharmoniker spielen am 14. und 15. Oktober ebenfalls Mahler. In der Mercator-Halle ist unter der Leitung von Stefan Blunier die 7. Symphonie zu hören.
Dokumentarfilm, Deutschland 2026, Regie: Jan Schmidt-Garre