Jules und Jim
Jules, Jim und Jeanne spannen das vielleicht berühmteste Dreieck der Filmgeschichte auf. Jeanne Moreau, Oskar Werner (Jules) und Henri Serre (Jim) durchleben und durchleiden die Winkelzüge einer Liebe zu dritt - in François Truffauts schwarz-weißem Meisterwerk JULES UND JIM. Der deutsche Jules und der Franzose Jim verlieben sich im Paris vor dem Ersten Weltkrieg in die junge Catherine. Unbeschwerten Tagen folgt Catherines Entscheidung: Sie geht nach Deutschland. Nach dem Krieg besucht Jim seine verlorene Liebe und den verlorenen Freund im Schwarzwald. Jules und Catherine sind längst nicht mehr glücklich in ihrer Beziehung. Jims Besuch öffnet für einen Moment den Spalt zur Lebensfreude längst vergangener Tage. Truffaut zeigt eine Freundschaft, die nationale Grenzen überwindet, und eine Liebe, die an den individuellen Grenzen scheitert, in erlesenen, zuweilen melancholischen oder ironischen Bildern. Nebenbei: Selbst die populäre Netflix-Serie "Emily in Paris" zitiert in einer Folge den Klassiker, der mal Avantgarde war.
Liebesfilm, Tragikomödie; Frankreich 1962; Regie: François Truffaut; Darsteller: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre, Marie Dubois, Sabine Haudepin u.a.