Exhibition on Screen: James McNeill Whistler

James McNeill Whistler (1834 - 1903) komponierte mit dem Pinsel eine "Symphonie in Weiß". Das Bild zeigte seine Partnerin Jo Hiffernan. Sie inspirierte ihn, seine Malerei als Musik mit Farben zu begreifen. Das berühmteste Gemälde Whistlers, das Porträt seiner Mutter, nannte er folgerichtig "Arrangement in Grau und Schwarz". Das Gemälde ist das Titelbild der Kunst-Dokumentation JAMES McNEILL WHISTLER in der Reihe "Exhibition on Screen". Der erfahrene Kinoporträtist David Bickerstaff blättert in der Partitur eines Amerikaners in Paris (und London). Der Filmemacher schaut auf Stil und Technik eines Künstlers, den van Gogh bewunderte und der mit Edouard Manet einen Skandal verursachte. Bekannt wurde der Mann, der Musik malte, nicht zuletzt durch den Rechtsstreit mit John Ruskin. Der Kritiker hatte sich extrem bildhaft abwertend über Whistler geäußert. Der Beleidigte gewann den Prozess, es war ein teurer Sieg. "Ein Künstler wird nicht für seine Arbeit bezahlt, sondern für seine Vision", hat er einmal gesagt. In diesem Sinne war einer der Türöffner für die Moderne stets unterbezahlt. Die Londoner Tate Modern widmete ihm in diesem Jahr eine Retrospektive. Die Ausstellung endete am 27. September. Die Exhibition on Screen im filmforum öffnet dagegen gerade jetzt.

Dokumentarfilm; Großbritannien 2026; Regie: David Bickerstaff

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Ab 0 Jahren  |  94 Minuten

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