De la Comédie-Française
Noch drei Stunden, dann geht der Vorhang hoch. An der Comédie-Française bringt Nina (Pauline Clément) das schottische Stück, dessen Name nicht genannt werden darf, auf die Bühne. Und dann geht so ziemlich alles schief. Es fängt damit an, dass der Mann an der Pforte Nina zwar erkennt und Hals und Beinbruch für die Aufführung wünscht, sie dann aber nicht ins Theater lässt. Nina hat ihren Ausweis vergessen. "Lady Macbeth" sitzt derweil in Brest fest. Irgendwer hat Sex während der finalen Proben, andere sind abergläubisch und der Inspizient erklärt wortreich, warum nicht klappt, was unbedingt funktionieren muss.
Die Regisseure Martin Darondeau und Bertrand Usclat, die auch gleich das Drehbuch der Komödie DE LA COMÉDIE-FRANÇAISE geschrieben haben, verstehen viel vom perfekten Timing. Weniger als 80 Minuten genügen, um für ein immenses Chaos (auf der Bühne) und lautes Lachen (im Kinosaal) zu sorgen. Ihr Lustspiel ist in der Tat lustig. Das darf man von dem Genre erwarten. En passant aber lernt man auch etwas über die Pariser Theaterinstitution La Comédie-Française. Eine Regel lautet dabei: Man sagt nicht ab.
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Komödie; Frankreich 2026; Regie: Bertrand Usclat, Martin Darondeau; Darsteller: Pauline Clément, Laurent Stocker, Julien Frison u.a.