Chopin - Eine Sonate in Paris

Frédéric Chopin (Eryk Kulm) ist 25, der Superstar der Pariser Musikszene. Seine Auftritte sprühen vor Lebenslust. Selbst der König hört ihm gerne zu. Freunde? Jede Menge Freunde hat er! Franz Liszt (Victor Meutelet) ist nicht nur einer von vielen, sondern der eine von vielen. Ja, Chopin hat Tuberkulose. Das soll seine Auftritte nicht zu sehr trüben. Der Arzt hat ihm gesagt, dass es keine Heilung gibt und ihm nur noch Jahre bleiben. "Zwei oder neun?", fragt der Patient keck zurück. Die Begegnung mit der selbstbewussten Künstlerin George Sand (Joséphine De La Baume) verändert sein Leben. Sie erkennt den Menschen hinter der öffentlichen Figur, sie liebt den Musiker und nicht den Megastar. Je weiter die Krankheit voranschreitet, je fahler die Haut und blasser das Gesicht, umso mehr Kraft und Herzblut strahlen seine Kompositionen auf. Wenn seine Finger die Tasten berühren, schweigt das Husten. Das Wissen um sein nahes Ende macht ihn frei für eine weitere Komposition, die ihn überdauern wird.

Es kann nicht anders sein. Ein Pole inszenierte das bildschöne und klangstarke Biopic über den berühmtesten Komponisten seines Landes. Michal Kwiecinski konzentriert sich in CHOPIN - EINE SONATE IN PARIS auf die Zeit in Frankreich (mit einem Abstecher nach Mallorca). Der inzwischen 75-jährige Regisseur verweist dabei auf Chopins Sehnsucht nach seiner Heimat. Ein Trauermarsch aber ist sein Film in keiner Weise; vielmehr eine Hommage an das Leben - trotz Krankheit und Verfall. Chopin starb 1849. Sein Grab ist auf dem Friedhof Père Lachaise. Sein Herz aber ruht in Warschau.

Außerdem in der Reihe "Le cinéma en français" mit einer Einführung von Wolfgang Schwarzer von der Deutsch-Französischen Gesellschaft, am 26.10., 17:45 Uhr in der OmU. Weitere Vorführung in der OmU am 28.10., 20:30 Uhr.

Drama, Biografie; Polen 2025; Regie: Michal Kwiecinski; Darsteller: Eryk Kulm, Joséphine de la Baume, Victor Meutelet u.a.

 

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Ab 12 Jahren  |  115 Minuten

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