Wer weiß schon, was ein Leben ist?

Die Schauspielerin Katharina Stark soll die Malerin Paula Modersohn-Becker darstellen. Aus einem bestimmten Anlass wollen Annelie Boros und Vera Brückner ein Porträt der Expressionistin drehen. 2026 jährt sich ihr Geburtstag zum 150. Mal. Die Szenen sind geschrieben. Die Kostüme stehen bereit. Die weiteren Rollen sind besetzt. Das ist viel, aber nicht genug. Katharina Stark will verstehen, was die Malerin bewegte, ihr Denken und Fühlen verstehen. Widersprüchlich sind Beschreibungen über die Künstlerin, die mit 31 Jahren kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes starb. Es kann nicht anders sein, denn WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST? – diese titelgebende Frage treibt die Schauspielerin um. Die 27-jährige Schauspielerin wagt eine Annäherung. Buchstäblich. Sie besucht Worpswede, wo Paula Modersohn-Becker entscheidende Jahre ihres Lebens verbrachte. Hier begegnete sie ihrem späteren Ehemann Otto Modersohn. Hier fand sie zu ihrem Stil, wurde Mitglied der Künstlerkolonie. Clara Westhoff und Heinrich Vogeler beeinflussten sie. Nach Paris führt sie das Nachgehen eines Lebenswegs. Paula Modersohn-Becker suchte in der Stadt Inspiration. Kunstkennerinnen und Experten berichten, was die Malerin ausmachte. Ihre Bilder wollen nicht nur gesehen, sondern auch verstanden werden. Die Rollenarbeit einer Schauspielerin wird zum dramaturgischen Prinzip in Annelie Boros‘ und Vera Brückners Dokufiktion. Wenn die erste Klappe fällt, wird deutlich: Katharina Stark wird zu ihrer Interpretation der Malerin, denn WER WEISS SCHON, WAS EIN LEBEN IST?

Deutschland 2026, Regie: Vera Brückner, Annelie Boros; Darsteller: Katharina Stark, Dominique Devenport, Enno Trebs u.a.

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FSK ?  |  95 Minuten

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