Psycho

Den Roman von Robert Bloch habe er eigentlich nur wegen des überraschenden Mordes in der Dusche verfilmt, hat Alfred Hitchcock in einem Interview gesagt. Dieser Passage verdankt das Kino also das Klassikerwerk PSYCHO. Alfred Hitchcock verwandelte 1960 eine "Vorlage" (so der Regisseur) in furioses Suspense-Kino. Anthony Perkins als Norman Bates spielte die Rolle seines Lebens. Zurück zur Dusche und Janet Leigh, die darin so kunstvoll starb: Sieben Tage hat Hitchcock an den 45 Sekunden Film gedreht. Lohnende Arbeit, denn selten ist eine Sequenz ähnlich häufig in anderen Filmen zitiert worden. Aber dieser Moment ist nicht der einzige, der mehr als 60 Jahre überdauert: Das Finale offenbart, wie tödlich ungesunde Familienbeziehungen sein können. Diese Szene schockiert jedes Mal aufs Neue. Norman Bates findet: "Der beste Freund eines Mannes ist seine Mutter." Darüber lässt sich streiten. Über die Qualität des Thrillers keineswegs. Oder doch: Psychiater warnten seinerzeit vor dem Besuch des für vier Oscars nominierten Films, der vor fast genau 65 Jahren am 7.10.1960 in die deutschen Kinos kam.

USA 1960

Regie: Alfred Hitchcock

Darsteller: Anthony Perkins, Janet Leigh, John Gavin u.a.

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Ab 12 Jahren  |  104 Minuten