Niki de Saint Phalle
Unter der Matratze hat Niki Mathews (Charlotte Le Bon) ein ganzes Waffenarsenal versteckt. Ihr Mann und Jugendfreund Harry (John Robinson) bringt sie in eine Nervenklinik. Es bestehe Suizidgefahr, heißt es. Die Amerikanerin in Paris entdeckt in der Klinik die Kunst für sich. Später wird die Mutter von zwei Kindern sagen, die Kunst habe sie aus der Klinik befreit. Erst ein weiterer Akt der Befreiung macht sie endgültig unabhängig. Jetzt heißt sie nicht mehr Niki Mathews, sondern Niki de Saint Phalle. Die Französin Céline Sallette legte in ihrem Fokus-Biopic NIKI DE SAINT PHALLE den Schwerpunkt auf das Werden, nicht auf das Sein. Sie beschränkt sich in ihrem Film auf die Zeit von 1953 bis 1960, also auf die Jahre, bevor die Nana-Figuren sie weltbekannt machten. Noch spannender: Kein Kunstwerk der Künstlerin ist zu sehen. Warum? Das erklärt Chevalier Wolfgang Schwarzer von der Deutsch-Französischen Gesellschaft in seiner Einführung im Rahmen der Reihe "Le cinéma en français", und zwar am 25.8., 17:45 Uhr. Weitere Aufführung am 27.8., 20:30 Uhr (französische Originalversion mit deutschen Untertiteln).
Frankreich 2024; Regie: Céline Sallette; Darsteller: Charlotte Le Bon, John Robinson, Damien Bonnard u.a.