Extrawurst

Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob haben mit dem Theaterstück EXTRAWURST einen Nerv getroffen. Schnell eroberte es die deutschen Bühnen. Regisseur Marcus H. Rosenmüller adaptierte die Satire prompt fürs Kino. Mit ganz ähnlichem Erfolg. Das Publikum kann sich nicht sattsehen an der hitzigen Komödie. Kein Wunder, denn Hape Kerkeling als biederer Vereinsmeier beherrscht die Kunst des Aufschlags und Returns. Christoph Maria Herbst glänzt als grundwoker Ehemann. Fahri Yardim reflektiert, wie schwer es für einen "Ausländer" ist, als Deutscher gesehen zu werden. Denn genau darum geht es beim Zoff im Tennisklub von Lengenheide. Dort wird gern gegrillt. Nun ist der alte Rost verrostet. Ein neuer muss her. Soweit sind sich die Mitglieder mit ihrem Vorstand Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling) einig. Dann aber schlägt die Top-Spielerin Melanie (Anja Knauer) vor, man möge einen zweiten, schweinefleischfreien Grill anschaffen. Weil man doch auf Erol (Fahri Yardim), den einzigen türkischstämmigen Spieler im Klub, Rücksicht nehmen sollte. Wo das Thema einmal auf dem Tisch ist, will es auch so heiß gegessen werden, wie es hoch gekocht wurde. Das macht Spaß und ist trotzdem ernst gemeint.

Komödie; Deutschland 2025; Regie: Marcus H. Rosenmüller; Darsteller: Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardim u.a.

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Ab 12 Jahren  |  98 Minuten