Die Buddenbrooks - mit Livemusik

Über Familienunternehmen heißt es: Die erste Generation schafft das Vermögen. Die zweite mehrt es. Die dritte bewahrt es. Die vierte verprasst es. Thomas Mann beschrieb in BUDDENBROOKS, wie das Familienband seine Spannkraft verliert. Gerhard Lamprecht übersetzte Motive des Jahrhundertromans aus dem Jahr 1901 für das damals noch stumme Kino. Er versah 1923 seinen Vorspann mit dem Hinweis "ins Moderne übertragen". Der Regisseur, der später auch MADAME BOVARY (1937) adaptierte, konzentrierte sich aufs Drama: Der junge Thomas Buddenbrook (Peter Esser) wagt ein Termingeschäft mit Getreide und Tony Buddenbrook (Hildegard Imhoff) heiratet den Schwindler Bendix Grünlich (Ralph Arthur Roberts). Thomas Mann selbst schaute sich den fertigen Film an und war ungnädig. Offenbar eine - wenn auch renommierte - Einzelmeinung. Die Kritik feierte den Film und allen voran die Schauspieler. Das Zurückschauen aus der Gegenwart auf den Klassier offenbart nebenbei, wie viel Steifleinen in dieses Familienband eingeflochten war.

Der renommierte Stummfilmpianist Richard Siedhoff sorgt am Klavier für den passenden Ton.

Im Rahmen der 45. Duisburger Akzente "Familienbande".

Deutschland 1923

Regie: Gerhard Lamprecht

Darsteller: Peter Esser, Mady Christians, Alfred Abel u.a.

 

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Ab 12 Jahren  |  100 Minuten

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