Der Regenmeister

Schweden schwitzt. Die Sonne brennt gnadenlos. Das Wasser wird knapp. Blumengießen verboten. Der kauzige Witwer Ingmar Karlsson (Robert Gustafsson) würde ja gern wässern. Aber sein gesetzestreuer Nachbar Rolf Burman (Jonas Karlsson) sieht so was gar nicht gern. Unvermutet entdeckt der Gartenfreund im Gestrüpp einen alten Wasserhahn. Und siehe: Wenn er daran dreht, regnet es. Er ist der Regenmeister der Kleinstadt im Süden des Landes. Das private Wunder wird öffentlich. Nachbar Rolf spielt dabei eine Rolle. Bürgermeisterin Anette (Karin Lithman) plant zudem eine große Show, bei der gelbe Regenschirme zum Einsatz kommen. Wirklich glücklich wird Ingmar als Chefbewässerer aber keineswegs. Zumal seine eigentliche Sorge eine ganz andere ist. Das Verhältnis zu seiner Tochter Erika (Emelia Sallhag) erlebt eine ganz eigene Dürreperiode. Die lässt sich nicht mit einem Dreh beseitigen.

Zufall oder ein Zeichen der neuen Zeit: Regisseur und Co-Autor Hannes Holm (EIN MANN NAMENS OVE) hat den Film zur Wetterlage in diesem Sommer gedreht. Wer hat sich in den vergangenen Monaten nicht gewünscht, Zugang zu so einem Wasserhahn zu bekommen? Die Tragikomödie DER REGENMEISTER befasst sich dabei weniger mit dem Klimawandel. Es geht vielmehr um den Preis der Macht. Ingmar möchte seinen Schatz mit anderen teilen. Da ist er ein echter Demokrat. Aber es dürfen nur die Netten, wie er sagt, Wolken aufziehen lassen. Nicht ganz einfach auszumachen, wer das sein mag. Robert Gustafsson gibt den Kauz mit Hingabe. Hannes Holm mag es heiß. Seine Bilder sind so leuchtend, dass man sich mitunter eine Sonnenbrille wünscht.

Drama, Schweden 2025; Regie: Hannes Holm; Darsteller: Robert Gustafsson, Jonas Karlsson, Emelia Sallhag u.a.

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Ab 12 Jahren  |  109 Minuten

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