Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

FSK 12 116 min Drama, Komödie

Produktion: Deutschland 2022

Verleih: Warner Bros Int'l

Darsteller: Laura Tonke, Devid Striesow

Regie: Sonja Heiss

Auf dem Gelände der größten psychiatrischen Klinik Schleswig-Holsteins aufzuwachsen ist irgendwie - anders. Für Joachim, den jüngsten Sohn von Direktor Meyerhoff, gehören die Patient*innen quasi zur Familie.

Joachim Meyerhoffs (hier Camille Loup Moltzen) Kindheit ist alles andere als normal. Mit seinen Eltern und seinen beiden Brüdern lebt er in Betzenberg, der größten psychiatrischen Klinik in Schleswig-Holstein. Der Vater (Devid Striesow) leitet die Klinik. Seine Mutter (Laura Tonke), eine Italienerin, malt Aquarelle und träumt vom Süden. Joachims Wutanfälle sind legendär. Doch eigentlich ist es eine glückliche Kindheit. Sein bester Freund ist ein schweigsamer Riese mit dem Namen Glöckner (Andreas Merker), seine beste Freundin die gleichaltrige und tieftraurige Marlene. Als Teenager zieht Marlene (jetzt von Pola Geiger gespielt) bei Familie Meyerhoff ein. Sie wird Joachims (jetzt: Arsseni Bultmann) erste große Liebe. Irgendwann wird der Junge für ein Jahr nach Amerika gehen und eine ganz eigene gute Zeit haben, bis ihn ein Schicksalsschlag zurück in die Heimat bringt. Irgendwann ist Joachim (jetzt: Merlin Rose) erwachsen. Normal aber ist das Leben noch immer nicht.
Der Schauspieler Joachim Meyerhoff blickte mit dem ersten Band seiner Lebenserinnerungen WANN WIRD ES ENDLICH WIEDER SO, WIE ES NIE WAR auf seine Kindheit und Jugend in den 1970er und 1980er Jahren zurück. Das Buch wurde zum Bestseller, weil es lustig ist, ohne die Tragik, die das Leben kennt, auszublenden. Weil es angesichts der „gesunden“ und „kranken“ Menschen, die in der Psychiatrie leben, über den Begriff „normal“ nachdenken lässt. Regisseurin Sonja Heiss (HEDI SCHNEIDER STECKT FEST), die auch das Drehbuch schrieb, nimmt diesen Tonfall auf. Ihre Adaption, die über den ersten Band hinausreicht, bringt zum Lachen, aber weiß auch: Nicht alles kann immer komisch sein. Gerade nicht in Familien. Die Literaturverfilmung, eingeteilt in drei Lebensabschnitte, verbindet Zeit- mit Lebensgeschichte. Wiedererkennen ist das eine, Neuentdecken das andere.

Verfügbare Formate:
2D
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