Paolo Conte - Via con me

FSK 0 105 min Dokumentarfilm, Musik

Produktion: IT 2020

Verleih: Prokino/StudioCanal

Darsteller: Paolo Conte, Roberto Benigni, Vinicio Capossela

Regie: Giorgio Verdelli

Giorgio Verdelli dokumentiert Leben und Werk des Musikers Paolo Conte.

Paolo Conte hat die italienische Nationalhymne geschrieben. Nicht die Offizielle, aber eine die beinahe so populär ist: Adriano Celentanos ?Azzurro? komponierte der studierte Jurist aus gutem Haus, der 1937 in Asti zur Welt kam. 1968 stieg das Lied zum Welthit auf. Conte blieb im Schatten und bei seinen Gesetzen. Bis 1981, als er das Album ?Paris milonga? veröffentlichte. Und darauf befand sich nun ein zweiter Welthit: ?Via con me?. Dieses Mal vom Centaure selbst gesungen, auf seine unnachahmliche Art: Scat-Gesang nennt man das Herausstoßen der Töne, die sich auf mit grobem Schmirgelpapier bearbeiteten Stimmbändern bilden. ?Weg, weg? heißt es in dem Lied und ?Komm mit mir?. Der Filmbiograph Giorgio Verdelli nimmt die Zeile auf und setzt sie bildhaft um: Ein dunkelroter Fiat 500 ? auch zärtlich Topolino (Mickey Maus ? oder kleine Maus) rollt als Leitmotiv durch die Doku PAOLO CONTE ? VIA CON ME. Das Gefährt, dem Conte ebenfalls einen Song gewidmet hat, ist immer wieder auf den Straßen Italiens zu sehen. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Lebensreise. Interessant, wen man da unterwegs trifft: Roberto Benigni, einen Wegbegleiter des Musikers, der eine Brücke zwischen Jazz und Pop schlug, Isabella Rossellini, die seinen Humor mag oder Jane Birkin, mit der er zusammen gesungen hat. Nicht zuletzt: Der Mann mit Schnauz, der im Rampenlicht entspannt (und rauchend) am Klavier saß, kommt selbst zu Wort. Conte lebt inzwischen außerhalb des Blickfelds der Öffentlichkeit ? wie man es sich für einen vornehmen Fürst der Musik vorstellt. Es darf nicht unerwähnt bleiben: Das Kazoo, das kleine Mundstück, das so vibrierende Töne erzeugt, klingt natürlich ebenfalls in VIA CON ME an. Sonst wäre es kein Film über Paolo Conte.

Verfügbare Formate:
2D

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