Elfriede Jelinek - Die Sprache von der Leine lassen

FSK 12 101 min Dokumentarfilm

Produktion: Deutschland 2022

Verleih: Farbfilm Verleih

Regie: Claudia Müller

Claudia Müllers Filmporträt über Elfriede Jelinek stellt den künstlerischen Umgang der Schriftstellerin mit Sprache in den Mittelpunkt.

Die Sprache ist das Medium von Elfriede Jelinek. Also beginnen wir mit Wörtern, die Beschreibungen sein sollen, um zugleich zu wissen und zu ahnen, dass sie reduzieren oder vielleicht sogar neben das Ziel treffen: Nobelpreisträgerin, Nestbeschmutzerin, Staatsfeindin, Österreicherin, Pornographin, Feministin, Wunderkind. Claudia Müller unterspült all diese buchstabierten Charakterisierungen mit einer Bilderflut. Aufnahmen von der Klosterschülerin Elfriede Jelinek, von Theateraufführungen ihrer Stücke, von tobenden Menschen, Kühen, Landschaften oder Auftritten der Autorin. Die biographische Dokumentation ELFRIEDE JELINEK - DIE SPRACHE VON DER LEINE LASSEN taucht ein in "den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen", wie es in der Argumentation der Nobelpreis-Jury aus dem Jahr 2004 hieß. 1946 kam die Österreicherin zur Welt. Ihre dominante Mutter wollte das musikalische Wunderkind auf die Bühne zwingen. Die störrische Tochter wählte einen anderen Weg. Sie begann zu schreiben, "weil das die einzige Kunstform war, die meine Mutter nicht gefördert hat." Zitate aus ihren Texten, gelesen unter anderem von Maren Kroymann, lassen hören, wie Sprache klingt, die sich von allen Fesseln löst. Und siehe: Die Autorin gewann Gefallen an der Arbeit der Regisseurin. Gegen alle Gewohnheit gab sie Claudia Müller ein Interview.

Verfügbare Formate:
2D
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