Ein verborgenes Leben

FSK 12 175 min

Produktion: USA/DE

Regie: Terrence Malick

Darsteller: August Diehl, Valerie Pachner, Maria Simon

Das Opfer sei sinnlos, sagt der Herr Pfarrer zu dem Bergbauern. Franz Jägerstätter (August Diehl) stammt aus dem Bergdorf St. Radegund in Österreich. Da mag der Mann in Schwarz auf eine Weise Recht haben. Dass der aufrechte Christ Franz Jägerstätter 1943 Hitler die Gefolgschaft verweigerte, dass er den Dienst an der Waffe fürs Vaterland ablehnte, hat den Krieg nicht verkürzt. Mehr noch: Jägerstätters Opfer blieb lange unbekannt. Erst 1964 verschaffte der amerikanische Historiker Gordon C. Zahn Jägerstätters Gewissensentscheidung eine größere Öffentlichkeit. Der Kinozauberer Terrence Malick erinnert nun auf 175 Minuten an ihn, EIN VERBORGENES LEBEN. Sein Drama, dass er 2016 abdrehte und dann über drei Jahre verfeinerte, bevor er es in Cannes vorstellte, erlaubt viel zu sehen. Zunächst zur Geschichte, denn dieses Mal erzählt der Kinokönner wieder eine: Der tiefgläubige Franz Jägerstätter lebt mit seiner Frau Fani (Valerie Pachner) und drei Töchtern auf einem Almhof. Mit der Welt haben sie nichts zu tun. Bis Franz zu einer Wehrübung beordert wird und dann die Nazis und den Krieg in Frage stellt: Wofür wir kämpfen, will er wissen. Der Kriegsdienstverweigerer wird wegen Wehrkraftzersetzung verhaftet, gefoltert und vor Gericht gestellt. Sein Frau Fani hält zu ihm. Dafür wird sie im Dorf angespuckt. Malick webt seine Gewissenserforschung in wunderschöne Bilder ein. Ruhige, weitwinklige Aufnahmen machen die Bergwelt zum Paradies. Der brutalen Bosheit stellt er die aus dem Off gelesenen Briefe von Franz und Fani entgegen. Ihre Liebe ist unverbrüchlich und fragt nicht nach dem Sinn. Historisches: Jägerstätter wurde 2007 von der katholischen Kirche seliggesprochen. Sein Vorbild ermutigte später mehr Menschen zur Kriegsdienstverweigerung.

Verfügbare Formate:
2D Deutsch

Fehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Heute noch im Programm

Heute sind keine Filme mehr im Programm.