Ein bisschen bleiben wir noch

FSK 6 102 min Drama

Produktion: Österreich 2019

Verleih: Film Kino Text

Darsteller: Christine Ostermayer, Simone Fuith, Rainer Wöss

Regie: Arash T. Riahi

Als die Mutter aus Angst vor der Abschiebung nach Tschetschenien einen Selbstmordversuch unternimmt, werden ihre beiden Kinder getrennt zu neuen Pflegeeltern gebracht. Doch sie geben nicht auf.

Eines Tages klopft die Polizei an der Tür. Die junge Frau (Ines Miro) weiß, was das bedeutet. Sie soll mit ihrem achtjährigen Sohn Oskar (Leopold Pallua) und der zwölfjährigen Tochter Lilli (Rosa Zant) aus Österreich nach Tschetschenien abgeschoben werden. Um ihre Kinder vor der Ausweisung zu bewahren, unternimmt die Frau einen Selbstmordversuch. Die Geschwister dürfen bleiben, aber nicht zusammen sein. Lilli findet bei der alleinstehenden Ruth (Simone Fuith) eine Art Zuhause. Oskar muss bei einem politisch korrekten Lehrer-Ehepaar (Alexandra Maria Nutz und Georg Markus Zett) mit der Lupe nach Fleisch auf dem Teller suchen. Die Übergangseltern sind Vegetarier. Aber auch sie sind um das Wohl des Kindes bemüht. Sie haben es gut. Doch am besten hätten sie es, wenn sie zusammen wären. Sie tun alles dafür.
Einen Roman von Monika Helfer aus dem Jahr 1994 hat der Regisseur und Drehbuchautor Arash T. Riahi als Vorlage für sein Flüchtlingsdrama EIN BISSCHEN BLEIBEN WIR NOCH adaptiert. Klug wählte der Regisseur die Erzählperspektive. Der (naive) Kinderblick entlarvt, was so erwachsen im Sinne von Recht und Gesetz erscheint. Kameramann Enzo Brandner gestaltete brutal realistische Filmmomente und ebenso ausgesprochen (kindlich) phantasievolle Sichtweisen auf die Welt. Wenigstens der Blick durch ein Bonbonpapier macht graue Tage farbig.

Verfügbare Formate:
2D

Fehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Heute noch im Programm